
„Im Sinai und in der Wüste sein, ist stets wie eine Reise zu mir selbst.
Mir fällt es so leicht dort den Alltag für eine Weile zu vergessen, eine andere Perspektive zu bekommen, mich inspirieren zu lassen, die Einfachheit zu erleben.
Ob es die Erholung nach einer anstrengenden Zeit ist, ein Neuorientieren nach einer Krise oder einfach nur das Bedürfnis nach Ruhe. Immer reise ich gefüllt und dankbar wieder ab.“
Lass uns gemeinsam auf eine Reise gehen.
Der Austausch in einer kleinen Gruppe und viele andere Angebote können uns im ganz eigenen Prozess unterstützen.
Die einzigartige Natur tut ihre Wirkung.
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Die Wüste lädt dich ein, mit dir in Berührung zu kommen
und dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Dieser Urlaub dehnte sich auf Jahre aus:
Was Elke de Luca bis heute an der Wüste fasziniert
Interview mit Daniel Vedder vom Südkurier I Donaueschingen 30. April 2023
Im Sinai einen Kindergarten mit aufbauen? Die Donaueschingerin fackelt nicht lange. Binnen weniger Monate hatte sie ihren Hausrat aufgelöst. Befreit für ein Abenteuer, das Lebensgefühl und Naturempfinden neu prägt.

Wie Liebe auf den ersten Blick beschreibt Elke de Luca ihren ersten Kontakt mit der Wüste auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel. „Basata und ich, das passt einfach zusammen.“
Basata meint das Camp Basata im Süden des Sinai, ein etwa 500 Kilometer östlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo gelegener Ort an der Küste des Golf von Akaba. Das heutige Tourismusziel war der Ort, der zwischen 1996 und 2000 de Lucas Zuhause werden sollte.
Der Sinai ist eine Halbinsel im Nordosten Ägyptens, die an Israel angrenzt. Sie wird umgeben vom Mittelmeer im Norden, Sueskanal im Westen, Rotem Meer im Süden und dem Golf von Akaba im Osten.

Vom Urlaubsausflug zur Heimat
Die Reise der Neudingerin beginnt schon einige Jahre bevor sie 1996 in die Wüste aufbrach. Bei einem Auslandsjahr in den USA entwickelte sie eine enge Freundschaft zu einer Ägypterin, die sie nach der gemeinsamen Zeit in Übersee in Kairo besuchte.
Bei einem gemeinsamen geplanten Ausflug bis nach Israel, war auch Basata eine Station. Zum damaligen Zeitpunkt war der heutige Touristenmagnet „nur ein paar Bambushütten und Wassertonnen zum Duschen“, erinnert sich die gelernte Verwaltungsfachangestellte. Dennoch war der Eindruck so stark, dass die beiden ihre weitere Reise abbrachen und dort verweilten.
Sie hielt in der Folge Kontakt zum Camp und kehrte jährlich zurück. Als die Idee aufkam, vor Ort einen Kindergarten für Beduinenkinder zu bauen, war de Luca Feuer und Flamme und engagierte sich in der Organisation. Innerhalb von sechs Monaten war sie bereit. „Ich hatte hier meine Zelte abgebrochen, meine Wohnung geleert, mein Fahrrad verschenkt.“
Für ihre Familie und Freunde kein Schock, denn die damals 27-jährige reiste schon immer viel. Jedoch auch, weil das Projekt ursprünglich auf ein Jahr angelegt war. Schlussendlich wurde de Luca heimisch, engagierte sich viereinhalb Jahre in Basata.
„Die Wüste ist bunt“
Auf die Frage nach den Besonderheiten der Wüste, die sie so lange dort hielten, holt die Neudingerin aus. „Die Wüste ist wahnsinnig bunt. Sie ist mehr als nur Sanddünen.“ Sie spricht von Canyons, atemberaubenden Steinformationen und verschiedenfarbigem Sand.

Ein Erlebnis hat sich besonders in ihr Gedächtnis gebrannt. Die erste klare Wüstennacht: „Ich habe noch nie so einen Sternenhimmel gesehen“, schwärmt sie.
Ein anderes Lebensgefühl
Diesen Sternenhimmel nennt sie stellvertretend für eine entschleunigende Stille im Sinai, die sie zuvor so nicht kannte. „Diese Stille muss man erlebt haben, um wirklich zu verstehen, was das bedeutet.“

Was bleibt von diesen Erfahrungen? Heute möchte die 54-jährige nicht nur das Wüstenerlebnis, sondern auch die Schönheit der Natur auf der Baar mit anderen teilen. Sie bietet auf ihrer Homepage naturemoves.life seit 2019 mit Gruppen Retreats in das Camp Basata in Ägypten an, aber auch Naturkurse im Schwarzwald-Baar-Kreis.
